Prozessoptimierung durch Klinische Pfade
Prof. Dr. Peter Rohner: Patientenpfade
Management Summary: Fallpauschalen, neue Finanzierung, Spitallisten und Rankings machen das Prozessmanagement im Spital unentbehrlich. Klinische Pfade helfen, Versorgungsqualität und Patientensicherheit anzuheben, die mittlere Verweildauer zu senken und die Kosten zu steuern. Prozessmanagement mit klinischen Pfaden erfüllt auch die Forderung nach verbesserter Transparenz.
Johannes Palm (SKM Stiftungsklinikum Mittelrhein): Personal und Patienten profitieren von Leitlinienorientierung
Management Summary: Fast alle Einrichtungen behaupten, mit klinischen Behandlungspfaden zu arbeiten.
Obwohl der Begriff vollkommen unterschiedlich definiert wird, findet dieses Instrument
breite Anwendung. Das Stiftungsklinikum Mittelrhein hat durch die sinnvolle
Ausgestaltung der Behandlungspfade und kontinuierliche Anpassung an die aktuellen
Rahmenbedingungen einen Weg gefunden, die Effizienz der Prozesse zu steigern.
Johannes Palm und Dr. Hans Paula (SKM Stiftungsklinikum Mittelrhein): Die Varianzanalyse, ein Instrument zur Ableitung von Verbesserungspotentialen auf der Grundlage Klinischer Behandlungspfade
Management Summary: Über die Durchdringung mit Klinischen Behandlungspfaden in deutschen Krankenhäusern existieren keinerlei verlässliche Studien. Im Rahmen eines Forschungsprojektes wurde eine Einschätzung zur Verbreitung Klinischer Behandlungspfade in Deutschland vorgenommen, die in Fachkreisen bestätigt wird: Nahezu 100 % aller Einrichtungen behaupten, mit Klinischen Behandlungspfaden zu arbeiten. Für schätzungsweise 40 % trifft dies jedoch tatsächlich zu. Klinische Pfade in Verbindung mit einer strukturierten Varianzanalyse setzen nur ca. 20 % aller Kliniken um. Nur ein kleiner Teil der Krankenhäuser bzw. Abteilungen misst, analysiert und verbessert seine Prozesse auf der Basis der Ergebnisse von Auswertungen aus einer Varianzdatenbank. Der Begriff „Klinische Behandlungspfade“ wird sehr heterogen definiert und interpretiert. Nicht zuletzt deshalb kommt es zu Aussagen wie „Wir betreiben keine Kochbuchmedizin“ oder „Wir haben unsere Pfade im Kopf“. Verunsicherung, Missverständnisse, ja Ängste prägen daher die Diskussion um diese Diagnose bezogenen Standards, die wir „Klinische Behandlungspfade" nennen.
Johannes Palm (SKM Stiftungsklinikum Mittelrhein): Ein Pfad zum Erfolg? Klinische Pfade als Chance für zukünftige Rahmenbedingungen in der Psychiatrie
Management Summary: Die Abrechnung nach einem pauschalen Entgeltsystem hat im Bereich der Akutkrankenhäuser zu einer tief greifenden Veränderung der Organisationsstrukturen geführt. Vor dem Hintergrund des Krankenhausfinanzierungsreformgesetzes stehen psychiatrische Kliniken in naher Zukunft vor ähnlichen Herausforderungen. Was lange tabu war, avanciert zum täglichen Hauptthema, denn ökonomische Aspekte gewinnen zunehmend Einfluss auf die Behandlung der Patienten. Um den wachsenden Anforderungen Rechnung zu tragen, stehen psychiatrische Kliniken vor der zentralen Aufgabe, Prozessmodelle zu entwickeln, um mit den vorhandenen Ressourcen innerhalb einer bestimmten Verweildauer ein definiertes Behandlungsziel zu erreichen. Ein geeignetes Instrument, um diesen Paradigmenwechsel zu bewerkstelligen, nennt sich «Klinische Behandlungspfade».
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